Achtung, hier kommt ein Karton…

20 G(edanken) zu G20

Wir machen einen Deal:

  1. Wenn ihr euch ab jetzt mit genau der gleichen Energie mit der ihr euch über diese „linken Chaoten“ aufregt, dafür einsetzt, dass:
  2. es keine Abschiebungen mehr in Krisen- und Kriegsgebiete gibt.
  3. Homophobie/ Transphobie keinen Platz mehr in dieser Gesellschaft hat.
  4. Frauen gesellschaftlich gleich behandelt werden.
  5. anerkannt wird, dass die Polizei Grundrechte mit Füßen getreten hat – Beim G8, bei Stuttgart 21, beim G20 und zu evtl. ein bis zwei kleineren Anlässen.
  6. eure Großeltern Weihnachten nicht alleine verbringen.
  7. eure Kinder von euch nicht autoritär sondern partizipativ, gewaltfrei und demokratisch erzogen werden.
  8. Empathie wieder eine Eigenschaft wird, die gefördert wird und uns zu einer sozialeren Gesellschaft führen wird.
  9. die Mär vom jüdischen Finanzkapital an der Ostküste…ja ich weiß ist viel verlangt…. endlich ein Ende hat.
  10. Ihr aufhört diesen Unsinn von „denen da oben“ und „uns da unten“ und der Lügenpresse nachzuplappern
  11. Ihr nach dem Pissen und vor dem Essen Hände wascht.
  12. wir als Gesamtgesellschaft inklusive Justiz und Exekutive in Zukunft mindestens soviel Zeit und Energie darauf verwenden, rassistische Straftaten zu verfolgen, wie brennende Autos in Hamburg.
  13. Wir unser Konsumverhalten reflektieren und anfangen zu erkennen, dass auch wir Gewalttäter sind, mit jedem Handykauf und jeder Koffeinbrause.
  14. Wir sterbende Menschen im Mittelmeer nicht länger hin nehmen als gingen Sie uns nichts an
  15. Ehrenamtliche Helfer wie die Sea-Watch nicht länger als Schleuser_innen bezeichnen sonder dankbar sind für ihr Engagement, in Demut, dass wir es hier so gut haben.
  16. Wir aufhören, uns oft mehr mit den Täter_innen zu identifizieren als mit den Opfern.
  17. Wir aufhören, Opfer zu Tätern zu erklären, weil sie sich nicht wundern dürfen, wenn sie bei deeeeem kurzen Rock vergewaltigt werden.
  18. Wir aufhören in der Nase zu bohren, wenn wir bei rot an der Ampel stehen.
  19. Wir aufhören darüber zu schimpfen wie teuer alles ist und wie oft der Staat doch all diese Steuern verschwendet
  20. Wir endlich lernen, wie man Gnocchi ausspricht. Und Latte Macchiato.

Dann distanziere ich mich ab jetzt täglich von Menschen, die anderen Menschen (Menschen. Egal, welchen Beruf sie ausüben) nach ihrer körperlichen Unversehrheit trachten. Menschen die Autos anzünden, die von Menschen bezahlt wurden, die drei Jobs haben, um die Miete und – das Auto – bezahlen zu können. Menschen die ein Viertel in Schutt und Asche legen, ohne irgendein Ziel. Denn das zu tun, fällt mir gar nicht schwer.

So, ich hab angefangen.

Wir sind dran.

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